Karel Hanslík

Karel Hanslík

Karel Hanslík stammt aus Nordmähren, aus Ostrava. Er wuchs in einem Umfeld auf, in dem der Glaube nicht auffällig, sondern still, fest und allgegenwärtig war. Schon als Kind war er Messdiener, unterhielt sich gern mit dem Küster, und genau damals entfachte sich vielleicht zum ersten Mal in seinem Herzen die Frage nach dem spirituellen Weg.

Er absolvierte eine Ausbildung zum Schlosser, machte sein Abitur und trat wie die meisten jungen Männer 1992 in den Militärdienst ein. Er diente in Omice bei Brünn, und zu dieser Zeit begann er, sich mit Jugendlichen auf dem Petrov in Brünn zu treffen. Und so reifte in ihm allmählich die Ahnung, dass das Leben auch andere Wege nehmen kann als nur den der beruflichen Laufbahn. Nach seiner Rückkehr ins Zivilleben erwartete ihn der harte Aufprall der Realität: Er verlor seinen Job. Auch wenn er schnell eine neue Stelle fand, blieb die innere Unruhe bestehen. Und sie rief ihn woanders hin. In die Stille. Zu Gott.

Er begab sich für drei Wochen in das Kloster in Vranov bei Brünn. Und er fand mehr als nur Ruhe – er fand seine Richtung. Er kehrte immer wieder nach Vranov zurück, fast jedes Wochenende. Von Ostrava nach Vranov bei Brünn, vom Norden Mährens in den Süden – nicht zum Sightseeing, sondern auf der Suche nach der Stille und Besinnlichkeit des Klosters. Und auch auf der Suche nach dem Mann, der sein geistlicher Begleiter wurde – Pater Pavel Klimovič. Und die Entscheidung, die sein Leben prägen sollte, ließ wirklich nicht lange auf sich warten.

In den Jahren 1993–94 verbrachte er sein erstes Jahr im Kloster – das Pränoviziat. Er lernte, nach dem Rhythmus des Ordens zu leben, nahm die Erfahrung der Gemeinschaft in sich auf und fand den Weg zu sich selbst und zu Gott. Danach reiste er mit dem Klostervorsteher, Pater Morosini, nach Italien – zunächst nach Rom und dann nach Massa Lubrense. Dort legte er am 8. September 1995 seine ersten (vorläufigen) Gelübde ab. Es folgten fünf Jahre Studium in Rom. Das Studium der Theologie und Philosophie, die Erweiterung des Blickwinkels nicht nur nach außen, sondern auch nach innen. Und die endgültige Entscheidung: Ich werde Ordensbruder. So legte er im Jahr 2000 die ewigen (lebenslangen) Ordensgelübde ab. Und ein Jahr später, am 25. August 2001, empfing er auch die Priesterweihe.

In Italien verbrachte er insgesamt zehn spirituell bereichernde Jahre. Doch Vranov bei Brünn rief erneut (wie schon so oft). Nach seiner Rückkehr zum Paulanerorden im Jahr 2004 ist er in Vranov als Priester, Klostervorsteher und Seelsorger der örtlichen Pfarrei tätig. Doch seine Tage beginnen wie bei den anderen Brüdern um 5 Uhr morgens – mit persönlichem und gemeinschaftlichem Gebet – und gehen dann mit der Arbeit weiter, von der er als Oberer vielleicht etwas mehr zu bewältigen hat. Er widmet sich der Leitung des Klosters, leitet das Spiritualitätszentrum und übt darüber hinaus als Priester den Seelsorgedienst aus. Doch er nimmt sich auch Zeit für ganz einfache menschliche Begegnungen und begleitet diejenigen, die ins Spiritualitätszentrum des Klosters kommen, um zur Ruhe zu finden und ihren Weg zu suchen.

Bruder Karel liebt seit seiner Kindheit Schach, das Fotografieren und die Natur. Und gerade in der Umgebung von Vranov bei Brünn hat er viele Anregungen gefunden, vor allem für Spaziergänge und das Fotografieren in der Natur. Und was gibt ihm nach seinen eigenen Worten das Leben im Orden? Stille, Raum zur Besinnung und das tiefe Bewusstsein, dass nichts Zufall ist. Seine Lebensmottos lauten: „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt“ (Joh 15,16)
und auch: „Liebe und lass dich lieben.“

Als größtes Geschenk seines Dienstes betrachtet er die Momente, in denen er anderen durch ein Gespräch oder ein Sakrament die Nähe Gottes vermitteln kann – wenn die Menschen mit einem Lächeln und Frieden im Herzen gehen.
Und was würde er denen sagen, die das spirituelle Leben nur aus der Ferne erahnen?
„Das Leben im Kloster ist schön. Aber auch anspruchsvoll. Wenn du Gottes Ruf spürst, komm vorbei. Für ein Wochenende oder für eine Weile. Erlebe die Stille. Erlebe den gemeinsamen Rhythmus. Erlebe mehr.“ Das geistliche Zentrum Vranov bei Brünn ist seiner Meinung nach genau die richtige Einladung für alle, die nicht nur einen Ort suchen, sondern vor allem sich selbst, Ruhe und Gott.

Das Leben von Bruder Karel dreht sich nicht um große Gesten, sondern um Ausdauer, Frieden und Dienst. Um das tägliche „Ja“, das er in der Stille der Klostergänge, in der Kirche, in Gesprächen mit Pilgern und in den Momenten ausspricht, in denen er allein vor dem Herrn steht. Sein Weg war nicht geradlinig, sondern führte in die Tiefe – durch Suche, Verlust und Wiederfinden. Und genau deshalb kann er heute ein Begleiter für diejenigen sein, die sich erst fragen, woher sie kommen und wohin sie gehen sollen.

Halte inne. Komm vorbei. Und lass die Stille sprechen. In Vranov bei Brünn gibt es dafür Raum und Zeit.
Und vielleicht wird gerade Bruder Karel dir zeigen, dass die größte Kraft in deinem liebevollen Herzen liegt.
Vielleicht ruft auch dich etwas leise.

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Geistliches Zentrum Vranov

Vranov 7

664 32 Vranov

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